Analysemethoden

Aktueller Stand der Forschung

Nicht nur beim Befragungsdesign orientieren wir uns an den Bedürfnissen Ihrer speziellen Fragestellung, sondern auch bei den Analysemethoden. Alle unsere Mitarbeiter haben umfangreiches Know-how in der Anwendung uni- und bivariater statistischer Auswertungen sowie mit den verschiedensten Methoden der multivariaten Statistik. Wir analysieren die von uns erhobenen Daten grundsätzlich deskriptiv segmentiert, um einen Gesamtüberblick zu den Ergebnissen der Fragestellungen und den Meinungsbildern in den einzelnen Segmenten zu erhalten. Zusätzlich können multivariate Analyseverfahren angewandt werden, um Dimensionen zu verringern, neue Segmente zu identifizieren oder nutzenbasierte Entscheidungen treffen zu können.
Unser Analyse-Know-how entspricht dem aktuellen Stand der Forschung und wird von uns ständig weiterentwickelt.

Bei der Erhebung verschiedener Themenstellungen erfasst man meist ein breites Set an Einzelitems und deren Ausprägung. Oftmals verstecken sich dahinter aber latente Faktoren, d.h. die Items lassen sich auf eine übergeordnete Ebene von wenigen Faktoren aggregieren. Diese Form der multivariaten Analyse nutzen wir bspw. bei Imageanalysen.

Meist hat man bereits vor der Befragung definierte Segmente für die zu betrachtende Zielgruppe. Oftmals zeigen sich allerdings auf Basis des Antwortverhaltens neue Differenzierungsmöglichkeiten. Unter Anwendung der Clusteranalyse lassen sich Fälle, die sich in bestimmten Merkmalen ähneln, zu Gruppen zusammenfügen. Dabei geht es weniger um klassische Segmentierungsvariablen wie Alter, Geschlecht usw., sondern vielmehr um thematische Bezüge wie Kaufverhalten oder Nutzenausprägungen. Diese bringen oft spannende Erkenntnisse für innovative Ansätze zur Zielgruppensegmentierung. Bei uns kommt die Clusteranalyse z.B. im Zuge von Pricingprojekten bei der Aufdeckung von nutzenbasierten Kundensegmenten zum Einsatz.

Mittels der Multidimensionalen Skalierung (MDS) lassen sich Objekte (Kunden, Produkte, Marken, Filialen etc.) grafisch darstellen. Basis hierfür ist deren Ähnlichkeit und Unähnlichkeit in bestimmten Merkmalen, die sich nach Anwendung der MDS in Form der Abstände der Objekte zueinander zeigt. Die Anwendung der MDS bietet vor allem im Rahmen von Imageanalysen hohen Erkenntnisgewinn und lässt sich durch Ergänzung einer Clusteranalyse und Faktorenanalyse inhaltlich noch weiter untermauern und validieren.

Hat man im Rahmen eines Projektes interessante Zielgruppensegmente gefunden, so stellt sich oftmals anschließend die Frage: Wie lässt sich für den Einzelfall erkennen, welchem Segment dieser zuzuordnen ist? Die Lösung hierfür liegt in der Diskriminanzanalyse, die neue Objekte auf Basis ihrer Ähnlichkeit oder Unähnlichkeit in die bestehenden Segmente zuordnet. Anwendung findet diese Methode bspw. im Kundenservice, indem durch sog. „Identifying Questions“ der jeweilige Kunde in ein Segment eingeordnet wird und der Servicemitarbeiter anschließend spezifische Anweisungen für den Umgang mit diesem Kunden erhält.

Die Conjoint-Analyse ist die heute am häufigsten eingesetzte Analysemethode zur Erhebung von Konsumentenpräferenzen und zur Prognose von Wahlentscheidungen zwischen Produkten bzw. Leistungen. Sie basiert auf der Prämisse, dass jede Wahlentscheidung von Nutzenabwägungen geprägt wird. Anwendung findet diese multivariate Analysemethode bei uns im Rahmen von Pricingprojekten, aber auch bei Fragestellungen im Rahmen der Produktentwicklung.